Glücksspuren im Sand von Rachel Bateman

Glücksspuren im Sand

ist die Geschichte eines Sommers, eines Lebens und eines Todes. Sie wird von der 17-jährigen Anna erzählt. Ihre ältere Schwester, Storm, an der sie sich in ihrem Leben stets orientiert hat, ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Es beginnt ein Trauerprozess innerhalb der Familie, der von den Eltern anders durchlebt wird als von Anna. Im Zimmer ihrer Schwester findet sie eine Sommer-To-Do-Liste, wie sie Tradition hat und weil Storm tot ist, will Anna diese für sie übernehmen. Manche Dinge lassen sich einfach erledigen, wie zum Beispiel #1: Den Sonnenaufgang erleben, oder #4: Einen Leuchtturm besuchen. Schwieriger ist da schon der letzte der 15 Punkte: Mutig leben. Cameron, der Nachbarsjunge und beste Freund der Schwester begleitet Anna dabei, die Liste zu durchleben, wobei sie sich näher kommen. Doch Cameron hat Anna etwas verschwiegen.

Die Personen

Anna, die Ich-Erzählerin, nimmt den Leser mit in ihre Gedankenwelt. Mir gefallen die Erinnerungen, die sie an ihre Kindheit mit ihrer Schwester und Cameron hat, und wie sie sich eingestehen muss, dass diese Zeit schon lange vor Storms Tod vorbei war. Außerdem wird ihr jetzt erst bewusst, was sich verändert hat, seit sie kein Kind mehr ist.

Auf einmal war Cameron ein Junge und ich ein Mädchen, und sich an den Händen zu halten hatte etwas zu bedeuten. Ich bin mir nicht sicher, wann diese Verschiebung stattfand, kann nicht nachvollziehen, wann sich alles änderte, aber an einem Tag waren wir zwei Kinder, die in Fantasiewelten spielten, und am nächsten verlegen und distanziert.

Annas Tante Morgan ist mir sehr ans Herz gewachsen. Sie unterstützt Anna uneingeschränkt in jeder Lebenslage,  was sie zu ihrer Lieblingstante macht. Außerdem nennt sie Anna liebevoll Banana und ist eine sehr gute Trostspenderin.

Ich schmiege mich an ihren weichen Körper und, passe perfekt in ihre Umarmung, als wären ihre Arme vorgeformt von den ganzen anderen Gelegenheiten, als sie mich so gehalten hat.

Auch die besten Freunde finde ich gut gezeichnet und auch den Vater konnte ich mir gut vorstellen, lediglich bezüglich der Mutter hat sich in meinem Kopf kein Bild formen können.

Der Schreibstil

Der Roman ist sehr einfach gestrickt und liest sich flüssig. Ich liebe es sehr, mir in Büchern meine Lieblingszitate zu vermerken, doch davon gab Glücksspuren im Sand für mich kaum welche her. Nichtsdestotrotz vermitteln die Schilderungen vielschichtige Atmosphären, die das Glück und die Traurigkeit wiederspiegeln.

Das Fazit

Der Roman ist schön kitschig, mit der richtigen Portion Traurigkeit und ganz viel Zuversicht darauf, dass die Dinge gut werden.

Auf einen Blick:

Glücksspuren im Sand von Rachel Bateman

Aus dem Amerikanischen von Ute Brammertz
Originaltitel: Someone Else’s Summer
336 SeitenISBN: 978-3-453-27149-4
Verlag: Heyne fliegt
Erscheinungsdatum: 26.06.2017

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